UNSER SCHUTZKONZEPT

und seine Verankerung im Leitbild des ev. Jugendhaus „Alte Schule

Das Evangelische Jugendhaus Alte Schule ist eine Einrichtung der evangelischen Kirchengemeinde Langenfeld-Richrath. Wir bieten für Menschen jeden Alters ein umfangreiches Freizeitangebot an. Im Sinne christlicher Grundwerte setzt sich das Team der Alten Schule bei der Gestaltung der Angebote für soziale Interaktion, Akzeptanz, Toleranz und Partizipation ein.

Das Team besteht aus einer hauptamtlichen Leitung, einer Honorarkraft, ggf. einem/er FSJlerIn, sowie aus mehreren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Um eine hohe Qualität der Angebote sicherzustellen, werden diese von den Ehrenamtlichen vorbereitet und im Anschluss kritisch reflektiert. Darin werden sie bei Bedarf von der Leitung unterstützt. Wir bieten BesucherInnen regelmäßige Gruppen, offene Angebote, themenbezogene Veranstaltungen und Freizeiten an. Das Angebot steht allen Menschen unabhängig von ihrer Religion, Kultur, Weltanschauung, ihrer sozialen Stellung, ihrem Geschlecht und ihren körperlichen, seelischen und geistigen Möglichkeiten zur Verfügung.

Jeder Besucher, jede Besucherin, jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, hat das Recht auf Achtung der Persönlichkeit, Anerkennung individueller Fähigkeiten und die Wahrung persönlicher Grenzen. Jede und jeder hat ein Recht auf Partizipation, indem alle an Entscheidungen beteiligt werden.Das evangelische Jugendhaus Alte Schule soll für alle BesucherInnen und MitarbeiterInnen ein sicherer Ort sein, der einen Raum zur Entfaltung, zur Begegnung und zum gegenseitigen Austausch schafft und die Möglichkeit der Interessen- und Identitätsfindung bietet. Als Grundlage hierfür dient eine offene, wertschätzende, vertrauenswürdige und verständnisvolle Atmosphäre.

Wir übernehmen Verantwortung für den Schutz aller BesucherInnen und MitarbeiterInnen. Grenzüberschreitungen, in Form von Missachtung körperlicher und seelischer Grenzen durch übergriffiges Verhalten oder körperliche oder sexualisierte Gewalt. Diese gefährden das Wohlergehen aller Beteiligten und schaden dem Arbeitsverhältnis. Daher ist es unser Ziel einen Raum zu schaffen, der so sicher wie irgendwie möglich ist. Wir setzen uns aktiv für die Wahrung der Grenzen unserer BesucherInnen und MitarbeiterInnen ein und ergreifen präventive Maßnahmen. Zu diesem Zweck wurde ein Schutzkonzept entwickelt, welches in unserem Leitbild verankert ist und aus einer Selbstverpflichtungserklärung, einer Handlungsanweisung sowie dem Beschwerdemanagement besteht.
Alle MitarbeiterInnen werden für das Thema sensibilisiert und in diesem Bereich übergreifend geschult. Die BesucherInnen werden ermutigt ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu verteidigen. Sie werden dabei von den MitarbeiterInnen unterstützt.

Das Schutzkonzept wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt und bildet zu jeder Zeit die Basis der Selbstverpflichtungserklärung.

SELBSTVERPFLICHTUNGSERKLÄRUNG

Wir, das evangelisches Jugendhaus Alte Schule, möchten allen BesucherInnen und MitarbeiterInnen einen sicheren Ort bieten, der von Wertschätzung, Vertrauen und Toleranz geprägt ist und an dem individuelle Grenzen respektiert und gewahrt werden.

› Ich verpflichte mich die Rechte, Persönlichkeit und Würde der BesucherInnen und MitarbeiterInnen zu achten und zu bewahren.

› Ich schaffe ein förderliches und ermutigendes Umfeld, in welchem BesucherInnen und MitarbeiterInnen respektiert werden, sich entwickeln und aktiv mitwirken können.

› Ich stärke sie darin, ihre individuellen Grenzen wahrzunehmen, zu verbalisieren und die Wahrung dieser Grenzen einzufordern.

› Ich verpflichte mich im Umgang mit BesucherInnen sowie anderen MitarbeiterInnen verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz umzugehen. Ich nehme die individuellen Grenzempfindungen und Schamgrenzen wahr, respektiere sie und wahre diese Grenzen und die Intimsphäre

› Ich verpflichte mich, sensibel auf mögliche Grenzverletzungen zu achten und aktiv Stellung gegen diskriminierendes, gewalttätiges, sexistisches und rassistisches Verhalten zu beziehen, sei es verbal oder nonverbal.

› Ich verhalte mich selbst niemals abwertend, bedrohend oder diskriminierend und wende keinerlei verbale, körperliche oder sexualisierte Gewalt an. Insbesondere missbrauche ich meine Rolle als MitarbeiterIn nicht für sexuelle Kontakte mit mir anvertrauten Menschen.

› Ich achte auf mein eigenes Verhalten und das Verhalten anderer MitarbeiterInnen und BesucherInnen. Ich verpflichte mich bei Bestehen eines Verdachtes auf Grenzverletzungen oder Verstößen gegen Inhalte dieser Selbstverpflichtungserklärung oder des Verhaltenskodexes, aktiv zu werden. Ich verschweige einen Verdacht nicht, sondern wende mich an eine Vertrauensperson der Einrichtung und halte mich an die einrichtungsinternen Absprachen  zum Umgang mit Verdachtsfällen.

› Ich nehme BesucherInnen und MitarbeiterInnen bewusst wahr und achte auf mögliche Anzeichen von Vernachlässigung und Gewalt. In diesem Fall folge ich der einrichtungsinternen Handlungsanweisung und wende ich mich an eine Vertrauensperson, die darin festgelegt wurde.

› Ich bin mir meiner Machtposition und meiner Vorbildfunktion bewusst und gehe verantwortungsvoll mit dieser um. Ich gestalte den Kontakt zu BesucherInnen und MitarbeiterInnen transparent, bin ehrlich und gehe offen mit kritischen Situationen um.

› Ich verpflichte mich, die mir anvertrauten BesucherInnen vor Schaden und Gefahren, Missbrauch und Gewalt zu schützen.

› Ich verpflichte mich, bei Situationen, die nicht in dieser Selbstverpflichtungserklärung beschrieben sind im Sinne dieser Vereinbarung und im Sinne des Leitbildes unserer Einrichtung zu handeln.